- Die reden - Wir sterben
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Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt in seinem Brief an den Autor (Auszug): "...wünsche ich Ihrem Buch, daß es auch von allen Mitgliedern der Bundesregierung und von den Führern der Opposition gelesen wird."
Heike Groos, Autorin:
Hier wird hoch brisante und bis dato der Öffentlichkeit so nicht bekannte Hintergrundinformation über unsere Armee, deren Auslandseinsätze und wichtige politische Verhältnisse geboten, untermauert durch sorgfältig recherchierte Fakten, Zitate und Zahlen, und deren Nachweise.
Vereint wird das Ganze sehr beeindruckend mit der einfühlsamen Darstellung menschlicher Schicksale, dabei lebendig geschrieben, fast möchte man sagen, unterhaltsam, wenn es nicht so traurig wäre.
Aber man meint, dabei zu sein, daneben zu stehen, wenn hier erzählt wird von Anschlägen, von Handgranaten, von Kalaschnikows, von Blut und Beinahe-Sterben, und immer wieder davon, an die Wand, ins Leere zu laufen, mit allen Bemühungen und Bitten um Unterstützung der Führungsebene, Unterstützung nicht nur in Bezug auf Ausrüstung, sondern auch taktisch und vor allem auch psychisch, emotional, vor, aber vor allem während und nach dem Einsatz.
Manches mag dramatisch anmuten, die Träume, die beschrieben werden, das reale Zittern der Hände, die Unfähigkeit, einen Zug zu besteigen, die inneren Verrücktheiten, die kalten und die heißen Traumatage aber der Leser mag versichert sein, von einer, die auch da war, die es erlebte: Hier ist nichts beschönigt, auch nichts dramatisiert.
Hier wird authentisch und wahr beschrieben, wie es ist dort im Einsatz. Wie man sich fühlt, wie es einem deutschen Soldaten ergehen kann und wie sehr alleine man sein kann, in unserem Sozialstaat, in unserem Land, das ein zivilisiertes, humanitäres sein will und doch seine eigenen Soldaten im Stich lässt. …
Andreas Timmermann-Levanas' Buch "beschreibt in bedrückender Dichte am persönlichen Beispiel die Schwierigkeiten, mit denen Berufs- oder Zeitsoldaten zu kämpfen haben, um eigene Versorgungsansprüche geltend zu machen. (...) Es bleibt nur anzuraten, dass alle Zeit- und Berufssoldaten sich rechtzeitig über den Verwaltungsweg im Falle einer WDB sachkundig machen und Vorsorge treffen. Nur ein gezieltes und konsequentes Vorgehen kann verhindern, zwischen den Mühlsteinen der Wehrverwaltung zermahlen zu werden." (Dr. Lothar Greunke)
"Das Buch habe ich gleich bei Erscheinen 2010 gelesen und dabei zwei neue Textmarker verbraucht, was bei keinem anderen passierte! Das bloße In-die Hand-nehmen lässt den Zorn des Lesers von damals sofort wieder hochkommen über solche Zustände. Ein Verrat an denen, die sich für ihr Land in Stücke schießen lassen wollten. Eindrucksvoll dargestellt die empörenden zermürbenden Praktiken dieses gesamten Gutachterwesens."
Die ganze Rezension lesen Sie hier
Der Hessische Rundfunk interviewt Andreas Timmermann-Levanas. Er ist einer der mehr als 1800 Soldaten, die traumatisiert aus dem Einsatz zurück kamen. "In seinem eindrucksvollen Buch 'Die reden - Wir sterben. Wie unsere Soldaten zu Opfern der deutschen Politik werden' kritisiert Timmermann-Levanas den Umgang der Bundeswehr mit traumatisierten Soldaten und beschreibt seine eigenen Erfahrungen mit den Behörden."
hr-iNFO-Moderatorin Nicole Markwald hat mit ihm darüber gesprochen, wieviel sich inzwischen für traumatisierte Bundeswehrsoldaten getan hat, welche Missstände es noch immer gibt und wo sich Kameraden mit diesem Krankheitsbild allein gelassen fühlen (30. Jan. 2012, 23 Min.):
Planet Wissen (WDR, SWR, BR alpha): Andreas Timmermann-Levanas setzt sich für eine bessere Versorgung traumatisierter Soldaten ein.
"Dieses Buch eines Oberstleutnant a. D. legt den Finger in eine tiefe Wunde. Es beschreibt ausführlich, mit was für strukturellen Problemen die Bundeswehr während ihrer Auslandseinsätze zu kämpfen hat und wie unzulänglich diese mit psychisch oder physisch Verwundeten umgeht. Ein sehr kritischer und erschütternder Bericht."
Literaturtipps aus der Sendung
"Viele Soldaten kommen traumatisiert von Auslandseinsätzen zurück. Von der Bundeswehr bekommen sie dann jedoch bisher nur wenig Unterstützung. Das weiß auch Andreas Timmermann-Levanas, der nach über 20 Jahren Dienstzeit aus der Bundeswehr ausgeschieden ist und sich nun dafür einsetzt, dass zukünftig besser für traumatisierte Soldaten gesorgt wird."
13. Februar 2011 - Ausgabe 04/2011 – Deutschland, die Kirchen und der Krieg:
„Mit seinem Buch »Die reden – wir sterben« hat Andreas Timmermann-Levanas eine schonungslose Analyse der Bundeswehr-Auslandseinsätze vorgelegt…“
Montag, 20. Dezember 2010 – Politik – Politische Bücher und Hörbücher:
… „Die reden – Wir sterben“ ist ein wichtiges Buch. Es legt
den Finger in eine offene Wunde, die größer ist, als die meisten Deutschen
denken.
„... Es geschieht immer wieder, dass man sich beim Lesen des Buches an den Kopf fasst und denkt, das Gelesene könne doch wohl nicht wahr sein und dann aber mit Erschrecken feststellt, dass man die beschriebenen Bescheide, Entscheidungen und Verhaltensweisen als 'Geschehen innerhalb... der Bundeswehr' für absolut möglich hält. (...)“ Alexander Sanne in: Die Bundeswehr, Magazin des Deutschen BundeswehrVerbandes 11/2010
… Subjektiv natürlich, aber mit der Überzeugungskraft der eigenen Anschauung beschreibt der Autor die bürokratischen Hürdenläufe beim Kampf um die Anerkennung der Wehrdienstbeschädigung und um eine angemessene Betreuung und Versorgung. Der Leser nimmt dies mit Verwunderung und zunehmender Wut zur Kenntnis.…
… Mit "Die reden – Wir sterben" legen die Autoren ein mutiges Buch vor, das sicherlich nicht nur für Soldaten interessant ist. Die in weiten Teilen autobiografische Schilderung erzeugt Betroffenheit – ohne auf die Tränendüse zu drücken. Es bleibt zu hoffen, dass das Buch eine breite Öffentlichkeit erreichen wird, denn das machen die Autoren deutlich, es ist nicht zu erwarten, dass die Zahl der PTBS-Fälle rückläufig sein wird. Klare Kaufempfehlung!
Ganzen Bericht lesen auf Sachbuch News…
05.10.2010, Wolfgang Gehrcke
"Der Krieg war verloren, ihre Seele auch." In diesem Satz artikuliert sich die Botschaft des Buches, das ich allen Bundestagsabgeordneten als Pflichtlektüre verordnen würde, wenn es denn in meiner Macht stünde. Jede Parlamentarierin, jeder Parlamentarier sollte wissen, spüren, verinnerlichen, dass sie oder er mit ihrem Abstimmungsverhalten Verantwortung über Leben und Tod übernehmen. Nicht nur der Afghanen, sondern auch für tote und verletzte Bundeswehrsoldaten.
Ganzen Bericht lesen auf www.neues-deutschland.de
29.09.2010
20. September 2010 von Wilfried von Bredow
… In dem Buch, das er zusammen mit Andrea Richter geschrieben hat, schildert er seine Einsatzerfahrungen in Bosnien und Afghanistan, die Auswirkungen der Krankheit auf sein Leben und sehr ausführlich sein Spießrutenlaufen von einer Dienststelle zu anderen, damit seine Krankheit als Wehrdienstbeschädigung anerkannt wird. Gut weg in dieser Schilderung kommen die Ärzte in den Bundeswehrkrankenhäusern - im Gegensatz zu den beinharten Bürokraten und zivilen Gutachtern, gegen die er sich erst auf dem Klageweg durchsetzen kann. …
Hier können Sie den ganzen Artikel lesen: FAZ.net - Durch die Bürokratenhölle
13.09.2010 - Von Franz Feyder
… Der frühere Berufssoldat, der 24 Dienstjahre hinter sich hat, zeigt auf, wo es in der Bundeswehr schief läuft. In der Armee, die der Bundestag seit 18 Jahren von Somalia über den Balkan bis nach Afghanistan in Marsch setzt. Timmermann-Levanas tut dies ohne Schnörkel, in klaren Worten. Und wer mit Soldaten vor Ort spricht, erhält genau das Bild, das der Offizier zeichnet - es fehle sogar an dem Notwendigem, das zum Überleben nötig ist. Dabei sind die Vorwürfe in der Truppe nicht neu: "Wenn ich einen Mangel anspreche und melden will, fühlen sich viele Vorgesetzte persönlich angegriffen oder befürchten, dass ihnen die jeweils vorgesetzte Dienststelle den aufgezeigten Mangel als persönlichen Fehler anlasten könnte." (Buch-Zitat)
…
(Quelle: NDR.de)