Wir freuen uns über Ihren Eintrag in unser Gästebuch und über Ihr Feedback zum Buch "Die reden - wir sterben"
Gästebuch und Leserfeedback:
Kommentar von Uli Basener | 31.05.2011
Sehr geehrter Herr Timmermann-Levanas !
Ich habe Ihr Buch "Die reden Wir sterben" gelesen und ich muß sagen , daß es mich sehr wütend und nachdenklich macht . Die Nachbetreuung von im Einsatz geschädigter Soldaten ist einfach empörend .
Mein 18 Monate dauernder Wehrdienst war ja nun zu ruhigen Zeiten 1984/85 , aber ich denke doch , daß Auslandseinsätze der Bundeswehr in der heutigen Zeit wichtig und richtig sind .
Der Beruf des Soldaten ist ein anspruchsvoller und gefährlicher Job . Was in der heutigen Zeit - besonders in Deutschland - viele vergessen haben . Die Politiker und leider auch große Teile der Bevölkerung haben einfach kein Verständnis für unsere Truppen .
Deshalb meinen allergrößten Respekt allen Soldatinnen/Soldaten ! Auf daß Sie immer die entsprechende Ausrüstung bekommen , viel Glück im Einsatz haben und sicher nach Hause kommen .
Ihnen , Herr Timmermann-Levanas und ihren Mitarbeiter ein "Dankeschön" für die wichtige Arbeit die Sie in der "Deutschen Kriegsopferfürsorge" und im "Bund Deutscher Veteranen" leisten .
Ich habe einen kleinen Betrag auf Ihr Spendenkonto überwiesen , in der Hoffnung , daß es jemandem hilft .
Mit freundlichen Grüßen
Uli Basener
Kommentar von Dr.Susanne von Garrel | 05.04.2011
Sehr geehrter Herr Timmermann-Levanas,
ich überlege immer, warum ein anderes Buch eine solche Hype hat und die damit verbundene Person -
und nicht Ihr Buch und Ihre Stimme mehr gehört wird. Es würde dazu beitragen,daß die Bundesregierung besser mit ehemaligen Angehörigen umgehen würde,die invalid ausscheiden.Ich finde unwürdig, wie unser Land mit Menschen umgeht, die alles eingesetzt haben: Ihr Leben!
mfg
Dr.Susanne von Garrel
Kommentar von astrid schabl - wien 03.04.2011 | 03.04.2011
sehr geehrter andreas timmermann - levanas, sehr geehrte andrea richter!
ich beschäftige mich nun seit einem jahr mit dem thema afghanistan (habe selbst schauspiel/geschichte + politik/germanistik studiert). ich habe nun etwa 13 bücher (von u.a. achim wohlgethan über heike groos und julian reichelt/jan meyer bis hin zu dirk kurbjuweit) gelesen, weil ich selbst gerne über die zusammenhänge schreiben möchte. "die reden. wir sterben (...)" ist für mich die "großartig" SCHMERZENDE speerspitze von allem, was ich bisher erfahren habe. das buch kann man/frau weder weglegen, wenn es einmal in den händen liegt, noch "emotional" wegschieben. es bleibt. wie ein schlag in die magengrube. das ist gut und richtig so!! danke dafür!!! über dieses thema "afghanistan, deutsche soldaten, ptbs" darf keiner mehr schweigen, es geht uns alle an.
in diesem sinne wünsche ich ihnen alles gute und viel erfolg in ihren belangen - ich hoffe, sie einmal persönlich kennen lernen zu dürfen. a.s.
Kommentar von Stefan Kieselbach | 23.02.2011
Nach einem Artikel in der "Loyal" kaufte ich mir Samtags dieses Buch.
Am Dienstag Abend hatte ich es zu Ende gelesen.
Im Rahmen meiner Wehrübungen treffe ich immer wieder aktive Kameraden, die dieselben Mängel in der Truppe beschreiben. Am Anfang dachte ich noch "Die übertreiben". Mittlerweile bin ich völlig desillusioniert.
Auch in unserer Reservistenkameradschaft sorgte Ihr Buch für Reaktionen zwischen erstaunter Ungläubigkeit und entsetzen. Wobei gerade die älteren Kameraden "vom Glauben abfallen".
Ich wünsche Ihnen und allen anderen Betroffenen für die Zukunft Gesundheit und Durchhaltevermögen !!!
Mit kameradschaftlichem Gruß aus dem Ruhrgebiet,
Stefan Kieselbach, 43
Kommentar von Marie Siebers | 12.02.2011
Hallo,
ich habe vor einigen Tagen das Buch durchgelesen. Es hat mich sehr zum nachdenken angeregt und ich finde es gut, dass sich ein männlicher Veteran auch mal traut über seine PTBS zu sprechen und wie schwer es ist, damit zu leben. Auf das Buch bin ich eigentlich nur zufällig gestoßen, als ich für meine Hausarbeit nach Literatur geforscht habe. Ich studiere Kunsttherapie und hatte vor eine medizinische Hausarbeit über die Entstehung von PTBS anhand von deutschen Soldaten, die an einem Einsatz beteiligt waren, zu schreiben. Sie dient als Basisarbeit für meine Bachelorarbeit in dem ich mich auf eine speziellie Therapieform besinne, die vielleicht zur Minderung der Symptome einer PTBS beitragen könnte. Na jedenfalls bin ich froh dieses Buch gefunden zu haben, denn somit kann ich besser verstehen, was es heißt an einer PTBS zu leiden und wie die Lebensqualität dadurch eingeschränkt ist. Ich hoffe das der Kampf zur Anerkennung der Krankheit irgendwann nicht so langwierig und anstrengend wird und dadurch die Betroffenen nicht noch zusätzlich belastet werden, als sie ohnehin schon sind. Außerdem ist zu wünschen das die Gutachten und Verfahrensweisen nicht mehr so undurchsichtig sein werden.
Danke für diesen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, der hoffentlich noch viele LeserInnen erreicht!
Kommentar von Alina Wagner | 17.11.2010
Hallo,
ich hatte mir das Buch gekauft und wollte es nur kurz "anlesen" aus kurz wurden 2 1/2 Stunden und ein sehr nachdenklicher nächster Tag. Zwischenzeitlich habe ich das komplett Buch gelesen und bin nach wie vor geschockt über den Umgang der Bundeswehr mit geschädigten Soldaten, man mag es manchmal nicht glauben.
Ergänzend zum Buch kann ich jedem Interssierten, die Reportage "Der Krieg bleibt" die heute Nacht im ZDF ausgestrahlt wurde und in der Mediathek des ZDF`s abrufbar ist empfehlen! Eine sehr interessante Reportage über 3 Bundeswehrsoldaten, mit einigen Originalvideos von Kampfhandlungen- man kann sich dabei einen guten Eindruck der Situation machen und sich noch besser in die Lage der Soldaten versetzen.
Kommentar von Georg Glos | 24.10.2010
Hallo,
sehr lange schon hat mich kein Buch mehr so gefesselt und bewegt wie dieses. Im wahrsten Sinne des Wortes, ein Not-wendiges Buch.
Aber warum nur wundert mich keine dieser klaren Worte über unsere Politik und unsere Bürokratie?
Meinen "Dienst" habe ich lange vor der Zeit solcher realen Einsätze abgeleistet. Zu einer Zeit als dies alles noch Sandkastenspiele waren, die noch dazu niemand wirklich ernst nahm. Nun finde ich in diesem Buch, in angenehm klaren Worten, viele Bilder, für Gefühle die mich seinerzeit durch diese unsägliche Zeit begleitet haben. Danke dafür.
Ein Wunder ist für mich hierbei, das noch niemand dieser so Verletzten seiner sehr verständlichen Wut freien Lauf gelassen hat. Und somit noch niemand derer zu Schaden gekommen ist, die all dies zu verantworten haben, oder auch nur ein Raädchen in diesem Getreibe sind.
Meinen tiefen Respekt hierfür an all jene, die da alleine für ihr Recht kämpfen müssen. Besonderen dank auch an die Autoren, für den Mut, endlich mit klaren Worten die Öffentlichkeit zu suchen.
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre sein, für alle die mit dem Gedanken spielen, dieses Land wie auch immer zu verteidigen. Aber auch für all jene, die auf politischer und verwaltungstechnischer Ebene mit unserer Armee befasst sind.
Wenn man all dies liest, kann man sich nur schämen, für die Unfähigkeit unserer Politik.
G.Glos
Kommentar von Andrea Schweinsberg | 21.10.2010
Gestern Abend habe ich begonnen das Buch zu lesen. Es ist so spannend, daß ich kaum aufhören konnte, weiterzulesen. Endlich Klartext zum Thema. Es wird als Krieg benannt, was einer ist. Die schmerzlichen Folgen werden klar angesprochen, die dies für alle Beteiligten nach sich zieht. Dieses Buch war lange überfällig. Als Bürgerin bin ich entsetzt, mit welcher Ausrüstung unsere Truppe ins Feld geschickt wird. Ich bin gespannt darauf, was ich noch durch dieses Buch erfahren werde und freue mich schon darauf, heute Abend weiterzulesen...
Ich empfehle dieses Buch allen, die Tacheles verstehen. Allen, die sich dafür interessieren, unter welchen fraglichen Umständen "unsere Freiheit" am Hindukusch "verteidigt" wird. Meine Anerkennung an das Autorenteam - insbesondere für den Mut, die Wahrheit zu sagen, zu schreiben und zu veröffentlichen!
Grüße aus Düsseldorf,
Andrea Schweinsberg
Kommentar von Sylke Preuß, Frau eines Schulfreundes, der in Bosnien war | 24.09.2010
Sehr geehrter Herr Timmermann, Oberstleutnant A.D.
Nach entsprechender Literatur gesucht habe ich, nachdem ich den ehemaligen Schulfreund meines Mannes kennen lernte. Dabei stieß ich auf Ihr Buch und las es gleich durch, und ich muss gestehen, nicht ganz ohne Schmerzen. Ich sah in eine dunkel gewordene Soldatenseele hinein. Nun kann ich den Schulfreund verstehen, wenn er sagt, er hat ein "Ding an der Murmel". Kaum noch lebensfähig, emotional schon fast tot, fristet er sein Dasein und geht mit letzter Kraft seiner Arbeit nach, um zu überleben. Geblieben ist ihm nur sein Hund. Seine Freundin konnte ihm keinen Halt mehr geben und suchte das Weite. Doch ich sehe die Schmerzen in ihm, die er jeden Tag zu ertragen versucht, beschießend mit Tabletten. Selbst von Träumen geplagt, die den Aufzeichnungen in Ihrem Buch so drastisch dargestellt und ähnlich sind, möchte ich diesem Mann helfen. Aber Wie???? Niemand kommt an ihn heran, nicht einmal seine Eltern. Derzeit studiere ich Literatur-und Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Philosphie und ich habe mir es auf die Fahnen geschrieben, mir dieses Dilemma in der Bundeswehr zum Hauptthema zu machen, um die Bevölkerung dafür zu sensibilsieren. Nicht nur die Politik muss einiges grundlegend in der Nachbetreuung der Veteranen ändern, auch die einzelnen Menschen, die hier seelig in Frieden leben und es oft gar nicht mehr zu schätzen wissen, müssen Kraft und Stärke entwickeln, um unsere Soldaten, unsere Männer und Söhne und Brüder und Freunde aufzufangen.
Ich bleibe am Ball und hoffe unserem Freund doch noch irgendwie helfen zu können. Werde ihm dieses Buch geben und ihn an Sie verweisen. Ich danke Ihnen, dass Sie eine Sache aufgerührt haben, die es zu bekämpfen gilt, weil es unsere menschliche Pflicht ist.
Hochachtungsvoll mit ziehendem Hut verbleibe ich mit freundlichem Gruß
Sylke Preuß, 36 aus Mecklenburg-Vorpommern
24.09.2010
Kommentar von Robert Scheike | 22.09.2010
Sehr gutes Buch Herr Oberstleutnat a.D.,
wurde mir von einem Freund empfohlen sonst hätte ich es nie gelesen...bei der Flut von der aktuellen Literatur über Afghanistan.
War selber im Einsatz (KFOR) hab gottseidank nicht so krasse Erfahrung machen müssen wie Sie.
Aber bin jetzt zu der Überzeugung gekommen das man dagegen etwas tun muss das unsere Soldaten wie der "letzte Dreck" behandelt werden.
Konnte mir gar nicht vorstellen das es so schlecht um die Nachbetreuung steht.
Deshalb werde ich mich mit dem GrünenAbgeordneten Winfried Nachtwei in Kontakt treten damit es noch mehr politischen Druck gibt.
Ich habe gerade von meiner alten Einheit 3./230 Kameraden angeschrieben wann es wieder los geht (verlegen Ende September nach Masa) und will nicht das es ihnen dann gleich geht.
Wie gesagt ich bin sehr aufgebracht und möchte sie und alle Kameraden in dieser Sache unterstützen.
Hochachtungsvoll Robert Scheike HG a.D.
Kommentar von Michael Lindner HAMBURG | 15.09.2010
Wer dieses Buch als junger Mensch gelesen hat, wird kaum noch in diese Armee gehen. Eindrucksvoll vor allem der zweite Teil: Der Verrat an denen, die sich für ihr Land in Stücke schießen zu lassen bereit waren. Wer keinen Funktionalwert mehr hat für das Fortkommen seiner Vorgesetzten, wird faktisch moralisch für tot erklärt. Opportunismus auf allen Ebenen.
Die Bundeswehr war nie voll akzeptiert, auch weil sie teilweise den falschen Traditionen folgte. Nun muß sie auch noch Aufträge ausführen, die die Bevölkerung nicht versteht und die Regierung nicht verständlich erklären kann.Den Geschädigten wird ihr Leiden auch noch vorgehalten, denn sie hätten wissen müsen, auf was sie sich da einließen. Der Gesellschaft sind die Soldaten weitgehend egal, günstigstenfalls tun sie den Menschen leid, aber auch das nicht immer:"Die machen das für viel Geld, die müssen wissen, worauf sie sich da einlassen, leid tun die mir nicht" hörte ich neulich im Gespräch von einer Frau, die durchaus Soldatenmutter sein könnte.
Eindrucksvoll dargestellt die empörenden zermürbenden Praktiken dieses gesamten Gutachterwesens. Das ist doch eine glatte Bankrotterklärung des Eidnehmers. Das ist ja tatsächlich eine wirklich hochorganisiertre Verantwortungslosigkeit! Kein Geringerer als Helmut Schmidt hat neulich auf die Frage, ob man den Offizierberuf noch empfehlen könne, geantwortet, da müsse man sein Gewissen befragen. Er war ja auch mal Verteidigungsminister...
Ein ganz wichtiges Buch, dem man weite Verbreitung wünschen muß, ganz herzlichen Dank für diese fleißige und sehr überzeugende Zusammenstellung der wirklichen Zustände!
Gästebuch und Leserfeedback:
Kommentar von Uli Basener | 31.05.2011
Sehr geehrter Herr Timmermann-Levanas !
Ich habe Ihr Buch "Die reden Wir sterben" gelesen und ich muß sagen , daß es mich sehr wütend und nachdenklich macht . Die Nachbetreuung von im Einsatz geschädigter Soldaten ist einfach empörend .
Mein 18 Monate dauernder Wehrdienst war ja nun zu ruhigen Zeiten 1984/85 , aber ich denke doch , daß Auslandseinsätze der Bundeswehr in der heutigen Zeit wichtig und richtig sind .
Der Beruf des Soldaten ist ein anspruchsvoller und gefährlicher Job . Was in der heutigen Zeit - besonders in Deutschland - viele vergessen haben . Die Politiker und leider auch große Teile der Bevölkerung haben einfach kein Verständnis für unsere Truppen .
Deshalb meinen allergrößten Respekt allen Soldatinnen/Soldaten ! Auf daß Sie immer die entsprechende Ausrüstung bekommen , viel Glück im Einsatz haben und sicher nach Hause kommen .
Ihnen , Herr Timmermann-Levanas und ihren Mitarbeiter ein "Dankeschön" für die wichtige Arbeit die Sie in der "Deutschen Kriegsopferfürsorge" und im "Bund Deutscher Veteranen" leisten .
Ich habe einen kleinen Betrag auf Ihr Spendenkonto überwiesen , in der Hoffnung , daß es jemandem hilft .
Mit freundlichen Grüßen
Uli Basener
Kommentar von Dr.Susanne von Garrel | 05.04.2011
Sehr geehrter Herr Timmermann-Levanas,
ich überlege immer, warum ein anderes Buch eine solche Hype hat und die damit verbundene Person -
und nicht Ihr Buch und Ihre Stimme mehr gehört wird. Es würde dazu beitragen,daß die Bundesregierung besser mit ehemaligen Angehörigen umgehen würde,die invalid ausscheiden.Ich finde unwürdig, wie unser Land mit Menschen umgeht, die alles eingesetzt haben: Ihr Leben!
mfg
Dr.Susanne von Garrel
Kommentar von astrid schabl - wien 03.04.2011 | 03.04.2011
sehr geehrter andreas timmermann - levanas, sehr geehrte andrea richter!
ich beschäftige mich nun seit einem jahr mit dem thema afghanistan (habe selbst schauspiel/geschichte + politik/germanistik studiert). ich habe nun etwa 13 bücher (von u.a. achim wohlgethan über heike groos und julian reichelt/jan meyer bis hin zu dirk kurbjuweit) gelesen, weil ich selbst gerne über die zusammenhänge schreiben möchte. "die reden. wir sterben (...)" ist für mich die "großartig" SCHMERZENDE speerspitze von allem, was ich bisher erfahren habe. das buch kann man/frau weder weglegen, wenn es einmal in den händen liegt, noch "emotional" wegschieben. es bleibt. wie ein schlag in die magengrube. das ist gut und richtig so!! danke dafür!!! über dieses thema "afghanistan, deutsche soldaten, ptbs" darf keiner mehr schweigen, es geht uns alle an.
in diesem sinne wünsche ich ihnen alles gute und viel erfolg in ihren belangen - ich hoffe, sie einmal persönlich kennen lernen zu dürfen. a.s.
Kommentar von Stefan Kieselbach | 23.02.2011
Nach einem Artikel in der "Loyal" kaufte ich mir Samtags dieses Buch.
Am Dienstag Abend hatte ich es zu Ende gelesen.
Im Rahmen meiner Wehrübungen treffe ich immer wieder aktive Kameraden, die dieselben Mängel in der Truppe beschreiben. Am Anfang dachte ich noch "Die übertreiben". Mittlerweile bin ich völlig desillusioniert.
Auch in unserer Reservistenkameradschaft sorgte Ihr Buch für Reaktionen zwischen erstaunter Ungläubigkeit und entsetzen. Wobei gerade die älteren Kameraden "vom Glauben abfallen".
Ich wünsche Ihnen und allen anderen Betroffenen für die Zukunft Gesundheit und Durchhaltevermögen !!!
Mit kameradschaftlichem Gruß aus dem Ruhrgebiet,
Stefan Kieselbach, 43
Kommentar von Marie Siebers | 12.02.2011
Hallo,
ich habe vor einigen Tagen das Buch durchgelesen. Es hat mich sehr zum nachdenken angeregt und ich finde es gut, dass sich ein männlicher Veteran auch mal traut über seine PTBS zu sprechen und wie schwer es ist, damit zu leben. Auf das Buch bin ich eigentlich nur zufällig gestoßen, als ich für meine Hausarbeit nach Literatur geforscht habe. Ich studiere Kunsttherapie und hatte vor eine medizinische Hausarbeit über die Entstehung von PTBS anhand von deutschen Soldaten, die an einem Einsatz beteiligt waren, zu schreiben. Sie dient als Basisarbeit für meine Bachelorarbeit in dem ich mich auf eine speziellie Therapieform besinne, die vielleicht zur Minderung der Symptome einer PTBS beitragen könnte. Na jedenfalls bin ich froh dieses Buch gefunden zu haben, denn somit kann ich besser verstehen, was es heißt an einer PTBS zu leiden und wie die Lebensqualität dadurch eingeschränkt ist. Ich hoffe das der Kampf zur Anerkennung der Krankheit irgendwann nicht so langwierig und anstrengend wird und dadurch die Betroffenen nicht noch zusätzlich belastet werden, als sie ohnehin schon sind. Außerdem ist zu wünschen das die Gutachten und Verfahrensweisen nicht mehr so undurchsichtig sein werden.
Danke für diesen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, der hoffentlich noch viele LeserInnen erreicht!
Kommentar von Alina Wagner | 17.11.2010
Hallo,
ich hatte mir das Buch gekauft und wollte es nur kurz "anlesen" aus kurz wurden 2 1/2 Stunden und ein sehr nachdenklicher nächster Tag. Zwischenzeitlich habe ich das komplett Buch gelesen und bin nach wie vor geschockt über den Umgang der Bundeswehr mit geschädigten Soldaten, man mag es manchmal nicht glauben.
Ergänzend zum Buch kann ich jedem Interssierten, die Reportage "Der Krieg bleibt" die heute Nacht im ZDF ausgestrahlt wurde und in der Mediathek des ZDF`s abrufbar ist empfehlen! Eine sehr interessante Reportage über 3 Bundeswehrsoldaten, mit einigen Originalvideos von Kampfhandlungen- man kann sich dabei einen guten Eindruck der Situation machen und sich noch besser in die Lage der Soldaten versetzen.
Kommentar von Georg Glos | 24.10.2010
Hallo,
sehr lange schon hat mich kein Buch mehr so gefesselt und bewegt wie dieses. Im wahrsten Sinne des Wortes, ein Not-wendiges Buch.
Aber warum nur wundert mich keine dieser klaren Worte über unsere Politik und unsere Bürokratie?
Meinen "Dienst" habe ich lange vor der Zeit solcher realen Einsätze abgeleistet. Zu einer Zeit als dies alles noch Sandkastenspiele waren, die noch dazu niemand wirklich ernst nahm. Nun finde ich in diesem Buch, in angenehm klaren Worten, viele Bilder, für Gefühle die mich seinerzeit durch diese unsägliche Zeit begleitet haben. Danke dafür.
Ein Wunder ist für mich hierbei, das noch niemand dieser so Verletzten seiner sehr verständlichen Wut freien Lauf gelassen hat. Und somit noch niemand derer zu Schaden gekommen ist, die all dies zu verantworten haben, oder auch nur ein Raädchen in diesem Getreibe sind.
Meinen tiefen Respekt hierfür an all jene, die da alleine für ihr Recht kämpfen müssen. Besonderen dank auch an die Autoren, für den Mut, endlich mit klaren Worten die Öffentlichkeit zu suchen.
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre sein, für alle die mit dem Gedanken spielen, dieses Land wie auch immer zu verteidigen. Aber auch für all jene, die auf politischer und verwaltungstechnischer Ebene mit unserer Armee befasst sind.
Wenn man all dies liest, kann man sich nur schämen, für die Unfähigkeit unserer Politik.
G.Glos
Kommentar von Andrea Schweinsberg | 21.10.2010
Gestern Abend habe ich begonnen das Buch zu lesen. Es ist so spannend, daß ich kaum aufhören konnte, weiterzulesen. Endlich Klartext zum Thema. Es wird als Krieg benannt, was einer ist. Die schmerzlichen Folgen werden klar angesprochen, die dies für alle Beteiligten nach sich zieht. Dieses Buch war lange überfällig. Als Bürgerin bin ich entsetzt, mit welcher Ausrüstung unsere Truppe ins Feld geschickt wird. Ich bin gespannt darauf, was ich noch durch dieses Buch erfahren werde und freue mich schon darauf, heute Abend weiterzulesen...
Ich empfehle dieses Buch allen, die Tacheles verstehen. Allen, die sich dafür interessieren, unter welchen fraglichen Umständen "unsere Freiheit" am Hindukusch "verteidigt" wird. Meine Anerkennung an das Autorenteam - insbesondere für den Mut, die Wahrheit zu sagen, zu schreiben und zu veröffentlichen!
Grüße aus Düsseldorf,
Andrea Schweinsberg
Kommentar von Sylke Preuß, Frau eines Schulfreundes, der in Bosnien war | 24.09.2010
Sehr geehrter Herr Timmermann, Oberstleutnant A.D.
Nach entsprechender Literatur gesucht habe ich, nachdem ich den ehemaligen Schulfreund meines Mannes kennen lernte. Dabei stieß ich auf Ihr Buch und las es gleich durch, und ich muss gestehen, nicht ganz ohne Schmerzen. Ich sah in eine dunkel gewordene Soldatenseele hinein. Nun kann ich den Schulfreund verstehen, wenn er sagt, er hat ein "Ding an der Murmel". Kaum noch lebensfähig, emotional schon fast tot, fristet er sein Dasein und geht mit letzter Kraft seiner Arbeit nach, um zu überleben. Geblieben ist ihm nur sein Hund. Seine Freundin konnte ihm keinen Halt mehr geben und suchte das Weite. Doch ich sehe die Schmerzen in ihm, die er jeden Tag zu ertragen versucht, beschießend mit Tabletten. Selbst von Träumen geplagt, die den Aufzeichnungen in Ihrem Buch so drastisch dargestellt und ähnlich sind, möchte ich diesem Mann helfen. Aber Wie???? Niemand kommt an ihn heran, nicht einmal seine Eltern. Derzeit studiere ich Literatur-und Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Philosphie und ich habe mir es auf die Fahnen geschrieben, mir dieses Dilemma in der Bundeswehr zum Hauptthema zu machen, um die Bevölkerung dafür zu sensibilsieren. Nicht nur die Politik muss einiges grundlegend in der Nachbetreuung der Veteranen ändern, auch die einzelnen Menschen, die hier seelig in Frieden leben und es oft gar nicht mehr zu schätzen wissen, müssen Kraft und Stärke entwickeln, um unsere Soldaten, unsere Männer und Söhne und Brüder und Freunde aufzufangen.
Ich bleibe am Ball und hoffe unserem Freund doch noch irgendwie helfen zu können. Werde ihm dieses Buch geben und ihn an Sie verweisen. Ich danke Ihnen, dass Sie eine Sache aufgerührt haben, die es zu bekämpfen gilt, weil es unsere menschliche Pflicht ist.
Hochachtungsvoll mit ziehendem Hut verbleibe ich mit freundlichem Gruß
Sylke Preuß, 36 aus Mecklenburg-Vorpommern
24.09.2010
Kommentar von Robert Scheike | 22.09.2010
Sehr gutes Buch Herr Oberstleutnat a.D.,
wurde mir von einem Freund empfohlen sonst hätte ich es nie gelesen...bei der Flut von der aktuellen Literatur über Afghanistan.
War selber im Einsatz (KFOR) hab gottseidank nicht so krasse Erfahrung machen müssen wie Sie.
Aber bin jetzt zu der Überzeugung gekommen das man dagegen etwas tun muss das unsere Soldaten wie der "letzte Dreck" behandelt werden.
Konnte mir gar nicht vorstellen das es so schlecht um die Nachbetreuung steht.
Deshalb werde ich mich mit dem GrünenAbgeordneten Winfried Nachtwei in Kontakt treten damit es noch mehr politischen Druck gibt.
Ich habe gerade von meiner alten Einheit 3./230 Kameraden angeschrieben wann es wieder los geht (verlegen Ende September nach Masa) und will nicht das es ihnen dann gleich geht.
Wie gesagt ich bin sehr aufgebracht und möchte sie und alle Kameraden in dieser Sache unterstützen.
Hochachtungsvoll Robert Scheike HG a.D.
Kommentar von Michael Lindner HAMBURG | 15.09.2010
Wer dieses Buch als junger Mensch gelesen hat, wird kaum noch in diese Armee gehen. Eindrucksvoll vor allem der zweite Teil: Der Verrat an denen, die sich für ihr Land in Stücke schießen zu lassen bereit waren. Wer keinen Funktionalwert mehr hat für das Fortkommen seiner Vorgesetzten, wird faktisch moralisch für tot erklärt. Opportunismus auf allen Ebenen.
Die Bundeswehr war nie voll akzeptiert, auch weil sie teilweise den falschen Traditionen folgte. Nun muß sie auch noch Aufträge ausführen, die die Bevölkerung nicht versteht und die Regierung nicht verständlich erklären kann.Den Geschädigten wird ihr Leiden auch noch vorgehalten, denn sie hätten wissen müsen, auf was sie sich da einließen. Der Gesellschaft sind die Soldaten weitgehend egal, günstigstenfalls tun sie den Menschen leid, aber auch das nicht immer:"Die machen das für viel Geld, die müssen wissen, worauf sie sich da einlassen, leid tun die mir nicht" hörte ich neulich im Gespräch von einer Frau, die durchaus Soldatenmutter sein könnte.
Eindrucksvoll dargestellt die empörenden zermürbenden Praktiken dieses gesamten Gutachterwesens. Das ist doch eine glatte Bankrotterklärung des Eidnehmers. Das ist ja tatsächlich eine wirklich hochorganisiertre Verantwortungslosigkeit! Kein Geringerer als Helmut Schmidt hat neulich auf die Frage, ob man den Offizierberuf noch empfehlen könne, geantwortet, da müsse man sein Gewissen befragen. Er war ja auch mal Verteidigungsminister...
Ein ganz wichtiges Buch, dem man weite Verbreitung wünschen muß, ganz herzlichen Dank für diese fleißige und sehr überzeugende Zusammenstellung der wirklichen Zustände!
Michael Lindner
Hamburg 15.09.10